RiftFeed | Brauchen Gamer mehr als einen Monitor? Wir sagen: Ja
Ein einziger Monitor geht aber auch klar

Brauchen Gamer mehr als einen Monitor? Wir sagen: Ja

Hardware
guy with three monitors
Ein Setup mit drei Monitoren ist nicht ungewöhnlich. (Foto: Adobe Stock)

Viele Gamer nutzen mehr als einen Monitor. Wir würden behaupten, die meisten Gaming-Setups bestehen entweder aus zwei oder drei Monitoren. In diesem Artikel klären wir, warum mehrere Monitore sinnvoll sind und wofür du sie nutzen kannst.

Natürlich kannst du auch nur einen einzigen Gaming-Monitor für dein Gaming-Setup verwenden. Das Problem hier ist allerdings, dass das Spiel selbst bereits den ganzen Monitor in Anspruch nimmt. Willst du nebenbei noch etwas anderes machen oder schnell etwas für dein Spiel recherchieren, musst du wohl oder übel aus dem Spiel raustabben.

Positiv an nur einem Monitor ist allerdings der Fokus. Möchtest du dich auf das Spiel konzentrieren und tief eintauchen, ist ein einziger Monitor wahrscheinlich die beste Wahl, denn so gerätst du gar nicht erst in Versuchung, noch etwas anderes nebenbei zu machen. Für die beste Immersion empfehlen wir einen Ultrawide-Monitor.

Der sorgt dafür, dass auch links und rechts im Blickwinkel nur Spiel zu sehen ist. Außerdem kannst du ihn einfacher aufteilen, wenn du doch mal zwei Dinge gleichzeitig tun willst und du bekommst mehr Platz als auf einem gewöhnlichen Monitor. Ein Setup mit einem einzigen Monitor ist also eine durchaus valide Wahl.

Darum brauchst du zwei oder drei Monitore

Allerdings ist das nicht für jeden Gamer die richtige Wahl. Wie eingangs schon erwähnt, sind mehrere Monitore keine Seltenheit unter Gamern. Das hat verschiedene Gründe.

Multitasking

Einer davon ist Multitasking. Mit mehreren Bildschirmen kannst du mehrere Dinge gleichzeitig anzeigen lassen.

Du kannst zum Beispiel auf dem Monitor in der Mitte ein Spiel spielen, während auf einem der beiden seitlichen Monitore ein Twitch-Stream oder ein YouTube-Video läuft. Auf dem letzten Monitor hast du dann eine Webseite offen, die einen Guide für deinen Champion in League of Legends anzeigt. So weißt du stets, welches Item du als nächstes kaufen solltest.

So ein Setup kann dir also auch Mehrwert im Spiel bieten. Dazu kannst du einen der Monitore nutzen, um schnell etwas nachzuschauen oder zu recherchieren.

Streaming

Auch Streamer nutzen in den meisten Fällen ein Setup mit mehr als einem Bildschirm. Das hat ebenfalls praktische Gründe. Denn so kann der Streamer oder die Streamerin das Spiel auf einem Monitor spielen, während der Chat und/oder das Dashboard auf dem anderen angezeigt wird.

Als Streamer solltest du immer einen Kontrollmonitor haben, der anzeigt, was deine Zuschauer sehen und es macht ebenfalls Sinn den Chat im Auge zu behalten, um damit zu interagieren oder unpassende Kommentare beziehungsweise User zu moderieren.

Produktivität

Mehrere Monitore können deine Produktivität erhöhen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du als Selbstständiger zu Hause arbeitest oder wenn du im Homeoffice tätig bist und deinen Gaming-PC als Arbeits-PC verwendest. Du kannst dir deinen Monitor als einen digitalen Schreibtisch vorstellen. Je mehr Platz du auf diesem Schreibtisch hast, desto mehr Dinge kannst du Platzieren und im Blick behalten.

Du kannst zum Beispiel deine Gesprächspartner im Call auf einem Monitor platzieren, während du dir die Notizen fürs Meeting auf dem anderen Monitor anschaust. Natürlich kannst du auch einen Twitch-Stream während des Meetings schauen, dabei solltest du dich aber nicht erwischen lassen.

Wie viele Monitore kann ich nutzen?

Wenn du weißt, wie viele Gaming-Monitore du haben möchtest, geht es anschließend um die technische Umsetzung. Die Anzahl der Monitore, die du verwenden kannst, ist abhängig von den vorhandenen Anschlüssen an deiner Grafikkarte und deinem Motherboard. Je mehr Anschlüsse hier sind, desto mehr Monitore kannst du anschließen. Bei halbwegs modernen Grafikkarten sollten drei Monitore aber kein Problem sein.

Oft haben Grafikkarten einen Display-Port-Anschluss und einen oder mehrere HDMI-Anschlüsse. Am Motherboard findest du dann einen oder mehr weitere Anschlüsse von deiner integrierten Grafikkarte des Prozessors. Achtung: Einige AMD-Prozessoren haben diese nicht. In dem Fall bist du auf die Anschlüsse an deiner Grafikkarte angewiesen.

Um zu wissen, wie viele Monitore möglich sind, zählst du diese einfach durch. Den Hauptmonitor oder den Gaming-Monitor solltest du am Display-Port anschließen, da dieser die schnellsten Datenübertragungsraten erlaubt. Mit Display-Port 1.4 ist eine 4K-Auflösung mit bis zu 144 Hertz möglich. 8K gehen immerhin noch mit 60 Hertz.

Die anderen Monitore verbindest du einfach mit den HDMI-Anschlüssen oder nutzt weitere Display-Port-Anschlüsse, je nachdem was vorhanden ist.