RiftFeed | Das sollte eine Streaming-Webcam können
Für den Anfang muss es gar nicht teuer sein.

Das sollte eine Streaming-Webcam können

Hardware
Webcam
Eine Webcam ist oft eine gute Lösung. Foto: Adobe Stock

Wenn du gerade darüber nachdenkst, einen League of Legends Stream zu starten und auf der Suche nach einer passenden Kamera bist, ist eine Webcam oft eine gute Option. Webcams bieten heutzutage ordentliche Bilder und sind weitaus günstiger als DSLR-Kameras. Außerdem brauchst du mit einer Webcam keine zusätzliche Capture-Card.

Beim Streaming bist du oft sowieso nur klein in der Ecke auf dem Bildschirm zu sehen, wenn du ein Videospiel streamst. Darum wirkt eine Webcam mit relativ kleiner Auflösung weitaus schärfer, als sie eigentlich ist. Dazu kannst du sie auch für Meetings aus dem Homeoffice nutzen. Wir zeigen dir, was eine gute Webcam fürs LoL-Streaming können sollte.

Auflösung und Framerate

Generell sind eine höhere Auflösung und eine höhere Framerate besser, aber nicht immer notwendig. Möchtest du auf Twitch streamen, ist eine 1080p-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde mehr als ausreichend, denn mehr unterstützt der Service nicht. Auf Youtube kannst du in bis zu 4K bei 60 Bildern pro Sekunde streamen, aber auch hier sollte eine 1080p Webcam vollkommen ausreichend sein.

Wenn du LoL streamst, nimmst du nur einen kleinen Teil des Bildschirms ein. Die 1080p sehen also weitaus schärfer aus, als wenn du auf dem ganzen Bildschirm zu sehen wärst. In der Regel sollte darum auch eine 720p-Webcam ausreichen, vor allem, wenn du in einer Auflösung von 1080p oder weniger streamen möchtest.

Mit den FPS ist es derweil genauso wie im Spiel selbst: Je mehr Bilder pro Sekunde du hast, desto flüssiger wird das Bild. Bei Twitch und Youtube liegt die Obergrenze bei 60 Bildern pro Sekunde. Auch wenn die Webcam mehr kann, wird es im Stream keiner sehen.

Für ein möglichst flüssiges Bild solltest du darauf achten, dass die Kamera 60 FPS in der Zielauflösung schafft. Oft ist es auch so, dass eine Cam zum Beispiel bei 720p in 60 FPS aufnehmen kann, bei 1080p aber nur noch mit 30 FPS.

Field of View

Zusätzlich solltest du dich informieren, welches Field of View (FOV) die Kamera bietet. Das beschreibt, mit welchem Sichtfeld die Kamera aufnimmt, also quasi was sie alles sehen kann.

Die meisten Webcams nehmen im Format 16:9 auf, können aber trotzdem ein unterschiedliches Field of View haben. Bei Kameras, die ein kleineres Sichtfeld haben, siehst du dann den sogenannten Fisheye-Effekt an den Rändern. Damit sieht es so aus, als wenn eigentlich gerade Linien sich am äußeren Rand des Sichtfeldes biegen.

Du solltest darauf achten, dass das Sichtfeld der Kamera groß genug ist, sich also nicht an den Rändern verbiegt. Möchtest du einen Greenscreen nutzen, ist das allerdings nicht ganz so wichtig, da der Zuschauer die Ränder der Kamera in der Regel nicht sieht. Diese werden durch den Screen ausgeblendet.

Mikrofon

Die meisten Webcams kommen mit einem eingebauten Mikrofon. In vielen Fällen hat das aber eine schlechte Qualität und eignet sich nicht zum Streamen. Du solltest nur auf das Mikro der Kamera zurückgreifen, wenn du wirklich keine andere Wahl hast.

Im besten Fall suchst du dir eine Webcam aus, die kein Mikrofon hat, denn so sparst du Geld für ein Gerät, was du wahrscheinlich sowieso nicht nutzen wirst. Für deinen Stream solltest du ein externes Mikrofon nutzen. Zur Not geht auch ein Headset-Mic, aber das hat häufig auch keine gute Qualität.

Fazit

Die Auswahl der richtigen Webcam ist eigentlich gar nicht so schwierig. Wenn du auf die Auflösung, Framerate und das Field of View achtest, kannst du nicht mehr viel falsch machen. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, auf die du achten kannst, aber dieser Guide soll sich an Anfänger richten.

Wird dein Stream größer und du möchtest weiter aufrüsten, solltest du über eine DSLR-Kamera nachdenken. Für den Anfang sind diese aber zu teuer, umständlich und der Qualitätssprung fällt nicht unbedingt sofort auf.