RiftFeed | Zocken in 3D ohne Brille - Dieser Laptop soll es möglich…
Allerdings bist du in der Wahl des Spiels eingeschränkt

Zocken in 3D ohne Brille - Dieser Laptop soll es möglich machen

Hardware
Quelle: Youtube/ Predator Gaming

Ein innovativer Gaming-Laptop von Acer, der vor rund einem Monat vorgestellt wurde, erlaubt euch Gaming in 3D ohne dafür eine 3D-Brille nutzen zu müssen. Dabei handelt es sich um den Predator Helios 300 in der SpatialLabs Edition.

Kurz nachdem Acer das 3D-Gaming-Notebook angekündigt hat, war es auf der offiziellen deutschen Webseite des Herstellers zu finden. Mittlerweile ist es dort aber verschwunden. Auf anderssprachigen Seiten wie der amerikanischen und dänischen ist es aber noch vorhanden. Wir wissen momentan nicht, warum das der Fall ist, wir gehen aber davon aus, dass das Notebook früher oder später auch hier in Deutschland verfügbar sein wird.

So entsteht der 3D-Effekt

Um den 3D-Effekt ohne spezielle Brille zu erzeugen, nutzt der Hersteller einige Technologien im Zusammenspiel, die ihr so oder so ähnlich vielleicht schon vom Nintendo 3DS kennt. Dabei sollten wir erwähnen, dass du den Laptop auch jederzeit ganz normal, also im 2D-Modus nutzen kannst.

Der größte Unterschied zu gewöhnlichen Displays ist das stereoskopische 3D-Display, welches sich quasi auf dem normalen Display befindet und zum größten Teil für den 3D-Effekt verantwortlich ist. Dazu kommen noch zwei Eye-Tracking-Kameras am oberen Rand des Laptops. Diese sehen auf welche Stelle auf dem Bildschirm du schaust und sorgen dafür, dass der 3D-Effekt noch realistischer wirkt.

Acer Eye Tracking Kameras
Die beiden Eye-Tracking-Kameras befinden sich an der oberen Leiste. Quelle: YouTube/ Predator Gaming

Wenn du im 3D-Modus bist, kannst du Spiele mit einer 2K-Auflösung und maximal 60 FPS zocken, im 2D-Modus sind bis zu 4K möglich. Die nötigen Informationen für den 3D-Effekt zieht sich die Technik dabei aus den Daten des Spiels, die in einer 3D-Umgebung entwickelt werden. Das ist übrigens auch für die meisten 2D-Spiele der Fall. Einen kleinen Einblick in die Technik gewährt das Video von Acer:

Nicht alle Spiele werden unterstützt

Trotzdem werden noch lange nicht alle Spiele unterstützt. Das bedeutet, ihr könnt nicht alle Spiele in 3D zocken. Was genau der Prozess ist, um ein Spiel bereit für die Technologie zu machen, konnten wir nicht herausfinden. Klar ist aber, dass sie entweder vom Entwickler oder von Acer dafür aufbereitet werden müssen.

Stand jetzt zählen wir 51 Spiele, die ihr mit Acers Laptop in 3D spielen könnt. Darunter befinden sich durchaus bekannte Namen wie God of War, Forza Horizon 4 oder Shadow of the Tomb Raider. League of Legends ist leider noch nicht dabei. Außerdem hat Acer eine Liste mit allen Spielen online. In dieser seht ihr auch, wenn neue Spiele hinzugefügt werden.

Die Hardware passt

Ob du die 3D-Technik nutzt oder nicht, ist selbstverständlich dir überlassen. Der Laptop bringt allerdings genügend Power mit, um viele Games in 2D und in 4K spielen zu können. Welche Hardware genau verbaut ist, kannst du dir bei der Bestellung selbst aussuchen. Die maximale Konfiguration sieht so aus, laut Acers Webseite:

  • Prozessor: Bis zu i9 der 12. Generation
  • Grafikkarte: GeForce RTX 3080
  • RAM: 32 GByte DDR5 mit 4800 MHz
  • Datenspeicher: 2 TByte PCIe SSD NVMe
  • Betriebssystem: Windows 11 Home

Dabei sagt das Unternehmen im Kleingedruckten aber auch, dass die genauen Spezifikationen sich je nach Region und Verfügbarkeit unterscheiden können. Welche Hardware in der deutschen Version verbaut ist und wann sie verfügbar ist, ist darum noch unklar.

Wenn sie aber nahe an die oben aufgelistete Hardware herankommt, bekommst du damit einiges an Gaming-Power geliefert. Der 3D-Laptop ist zwar noch nicht auf dem Markt, aber bei Euronics findest du auch jetzt schon eine große Auswahl an hochwertigen Gaming-Laptops.

Revolution oder Spielerei?

Die entscheidende Frage ist aber, ob die 3D-Technologie wirklich ein Game-Changer ist oder nur eine Spielerei, die Morgen schon wieder vergessen ist. Die Frage ist im Moment leider gar nicht so einfach zu beantworten. Denn die Technik hat nur eine wirkliche Chance zu glänzen, wenn wir sie in Aktion sehen konnten.

Wir können uns aber gut vorstellen, dass eine weitere Dimension mehr Tiefe ins Spielerlebnis bringen kann. Vor allem dann, wenn sie gut umgesetzt ist. Ein großer Punkt zur Sorge ist die doch relativ kleine Liste an unterstützten Spielen. Wenn die Implementation der Technik in ein Spiel lange dauert und aufwendig ist, werden Entwickler sich zweimal überlegen, diese für ein einziges Notebook-Modell einzubauen.

Unserer Meinung ist das eine spannende Technologie, die wir gerne in Aktion sehen würden, um zu schauen, wie viel Mehrwert der neuartige 3D-Bildschirm wirklich bietet.