RiftFeed | Welche Änderungen würden frischen Wind in die Kluft…
Es wird Zeit für ein kleines Makeover!

Welche Änderungen würden frischen Wind in die Kluft bringen?

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Summoner's Rift
Jeder findet sich hier mittlerweile mit geschlossenen Augen zurecht. | © Riot Games

Seien wir mal ehrlich: ganz egal was man von der Summoner's Rift hält, die Map hat mittlerweile einen absolut ikonischen Status. Seit ihrem Rework Ende 2014 haben dort unzählige epische Kämpfe stattgefunden, egal ob auf den größten Turnieren mit den besten Spielern der Welt, oder in der Holz-Klasse mit Beschwörern, die andauernd ihre Maus falsch herum halten. 

Rechnet mal nach, wie viele Jahre sind seit 2014 vergangen? Richtig, mittlerweile sind das ganze 8 Jahre! Nun denkt mal drüber nach, wie sich die Spielebranche in den letzten acht Jahren gewandelt hat, was für Änderungen die zahlreichen MMOs, RPGs und MOBAs mitgemacht haben... League kann man davon mit Sicherheit nicht ausnehmen, aber es gibt eines am Game, was nahezu unberührt geblieben ist: die Map. 

Welche Änderungen wurden seit dem Rework 2014 gemacht?

Das ist zugegeben vermutlich ein sehr delikates Thema. In der Kluft zählen so viele kleine Details im Spielaufbau mit ins große Ganze, da können kleine Änderungen ohne Frage viel bewirken. Eigentlich gibt es nur zwei wirklich signifikante Neuerungen, die seit der grundsätzlichen Überarbeitung des Artworks der Map ihren Weg bis ins Spiel gefunden haben.

Das ist zum einen die überarbeitete Drake-Mechanik. 2016 kamen die Elementardrachen mit Patch 6.9 ins Game und seit November 2019 (Patch 9.23) haben diese auch einen Einfluss auf die Gestaltung der Map. Bevor der dritte Drache spawnt, ändert sich die Beschaffenheit der Map, je nachdem welchem Element der Drache angehört. Um den Dragon Pit und die Buff-Camps herum verbrennen Büsche, Winde sorgen für mehr Movement Speed und Felsen können Wegkreuzungen deutlich verengen.

Mountainous Dragon Pit
Hier zum Beispiel der Dragon Pit, kurz bevor der Bergdrache spawnt | © Riot Games

Eine weitere Änderung, die Riot implementiert hat, sind die kleinen "Alkoven" oder Ausbuchtungen, die sich auf der Top- und Botlane in der nordwestlichen beziehungsweise südöstlichen Ecke der Map befinden. Diese Änderungen wurden unter der Absicht vorgenommen, den Spielern mehr Möglichkeiten für Escapes und Outplays zu geben. 

Wie effektiv diese Alkoven und die dazugehörigen Büsche allerdings genutzt werden, ist sehr spielerabhängig. Manche übersehen sie ganz, andere versuchen das Optimum aus den neuen Arealen rauszuholen. Bei Ganks beispielsweise versuche ich lieber mein Möglichstes unter den schützenden Turm zu kommen, als in den Büschen vorm Alkoven meine Gegner schwindelig zu dashen. In den richtigen Momenten und mit deutlich mehr Können kann genau das allerdings funktionieren:


Welche Ideen gibt es sonst für mehr Abwechslung im Rift?

Da gibt es sicherlich viele Vorschläge für, manche realistisch, manche eher illusorisch. Besonders interessant finde ich allerdings ein Rework oder vielleicht sogar eine Neuerfindung der Top-Lane und allem was dazu gehört. Oft ist die Top-Lane ein wenig außen vor und von der Action im restlichen Teil des Rifts isoliert. 

Während die Botlane schon jeweils fünf Kills und fünf Tode hat, der Midlaner ständig in den Botside-Jungle roamt, liefert die Top-Lane sich ein intensives Farmduell. Natürlich ist das nicht nur die Schuld der beiden Beschwörer auf der Lane. Ein aktiver Jungler, der dort regelmäßig nach dem Rechten schaut und in die Runde grüßt kann seinen Teil dazu beitragen, die Top Lane früh zu involvieren. 

Allerdings ist das häufig genug nicht der Fall, das mag vielleicht auch ein ausschlaggebender Grund für den Verfasser dieses Reddit-Posts gewesen sein. Er schlägt vor, den Verlauf der Top-Lane zu verlegen. Diese soll näher an die Mid-Lane heranrücken, sodass sie genau wie diese vom Jungle umgeben ist. Ebenso sollen der Gromp und die Krugs weiter an den Rand der Map rücken und der Rift Herald ein neues Zuhause bekommen. Er zieht aus dem Baron Pit in den nordwestlichen Alkoven. 

Zugegebenermaßen, das kann das Game ganz schön auf den Kopf stellen! Vor allem der Top-Laner und der Jungler bekommen ein paar zusätzliche Aufgaben, um die sie sich kümmern müssen. Da die Lane mit einem solchen Verlauf deutlich näher an den Camps der beiden Buffs vorbeiläuft, ist der Top-Laner damit betraut, viel mehr darauf zu achten, dass der gegnerische Jungler während eines Invades ihm den Red- oder Blue-Buff nicht wortwörtlich unter der Nase wegschnappt.

Auch würde der Alkoven auf der Top-Side eine größere Bedeutung bekommen, sobald der Rift Herald dort eingezogen ist. Je nachdem wie der neu angepflanzte Jungle um den Alkoven herum angelegt wurde, könnte dieser ein Hotspot für garantierte Action im Verlauf des Games sein.   

Fazit: "sinnvoll und nötig" oder eher "nutzlos und unnötig"?

Die neue Top-Lane
So könnte es vielleicht aussehen. Der Verlauf der Lane in rot, grün schraffiert der Jungle, der neue "Herald-Pit" in Lila. | © Riot Games

Welche Auswirkung so eine drastische Überarbeitung der Map haben könnte, ist sehr schwer zu sagen. Davon profitieren würden allerdings vor allem Champs, die sowieso schon sehr fürs Roamen geeignet sind. Eine Quinn zum Beispiel könnte auf die Mid-Lane oder in den gegnerischen Jungle rotieren, und wieder auf die Lane zurückkehren, ohne viel Farm einzubüßen. Logisch - je näher die Jungle-Camps oder die benachbarte Lane sind, desto schneller ist man vom Ausflug auch wieder zurück auf der Top-Lane.

Endgültige Antworten darauf, was solche großen Änderungen mit der Spieldynamik anstellen würde, gäbe allerhöchstens ein Probelauf auf dem PBE-Server. Ganz davon abhängig ob das neue Map-Layout es dann auch auf die öffentlichen Server schafft, wäre so ein Test mit Sicherheit interessant und würde die Diskussion über generelle Änderungen am Design der Kluft anheizen. Meiner Meinung nach ist sowas nur förderlich für das ganze Spiel. Es geht also nicht allein um eine neue Top-Lane sondern generell um einen ständigen Innovationsdrang, den wir Spieler mit interessanten Ideen mitbestimmen können.